Westruper Heide

„Eine trostlose Gegend! Unabsehbare Sandflächen, nur am Horizonte hier und da von kleinen Waldungen und einzelnen Baumgruppen unterbrochen. – Die von Seewinden geschwängerte Luft scheint nur im Schlafe aufzuzucken. – Bei jedem Hauche geht ein zartes, dem Rauschen der Fichten ähnliches Geriesel über die Fläche und säet den Sandkies in glühenden Streifen bis an die nächste Düne …. Dann nach etwa jeder Meile eine Hütte, vor deren Tür sich ein paar Kinder im Sand wälzen und Käfer fangen …“

Annette von Droste-Hülshoff